Bei dem Modul VE0006 handelt es sich um ein System zur Bewertung von selbstleuchtenden Objekten im sichtbaren Bereich des Lichtes. Hierbei findet eine unabhängige Bewertung von Farbe und Intensität nach benutzerspezifischen Vorgaben statt. Im Gegensatz zu gängigen Farbsensoren wird keine Referenzlichtquelle verwendet sondern ausschließlich das Licht erfasst, das vom Prüfling selbst abgestrahlt wird. Dadurch ist das Modul besonders für den Funktionstest oder die qualitative Selektion von LEDs geeignet.
Das Modul lässt sich als reiner Analogsensor über eine serielle Schnittstelle betreiben, kann aber auch über digitale I/Os als einfache Gut/Schlecht Erkennung arbeiten. Ebenso ist ein paralleler Betrieb über beide Schnittstellen möglich. In einer Applikation als Gut/Schlecht Erkennung arbeitet das Modul mit produktspezifischen Parametern die vom Anwender mit Hilfe eines im Lieferumfang enthaltenen Softwaretools konfiguriert werden. Diese Parameter sind remanent auf dem Modul hinterlegt. Dabei können 15 völlig unterschiedliche Produkte angelegt und selektiv getestet werden.
Ein 16-te Produktnummer ist für die automatische Kompensation des Umgebungslichtes vor dem eigentlichen Test reserviert. Dies ermöglicht den sicheren Betrieb auch bei wechselnden Umgebungsbedingungen.
| Prüfparameter | Farbe und Intensität |
| Verstärkungsstufen | 6 |
| Auflösung | 12 Bit je Verstärkungsstufe |
| Dynamik | > 90 dB |
Die Einkopplung des Lichtes erfolgt über Lichtleiter in unterschiedlichsten Konfigurationen. Die verfügbaren Standardvarianten erlauben die Ankopplung von bis zu 6 Prüflingen an ein einzelnes Modul. Der Test von bis zu 6 Prüflingen muss sequentiell erfolgen, da intern nur 1 Sensorelement zur Verfügung steht. Sollte ein paralleler Test erforderlich sein, so ist das modulare System MELOT verfügbar. Die Lichtleiter sind aufgrund ihrer geringen äußeren Abmessungen auch für den Test von in Arrays (RM 3.3mm) angeordneten LEDs verwendbar. Es können gehäuseunabhängig sowohl ein- als auch mehrfarbige Typen wie Duo- und FullColor-LEDs aber auch weiße LEDs getestet werden. Ebenso sind kundenspezifische Lichtleiterkonfigurationen möglich die z.B. den Test von 7-Segmentanzeigen ermöglichen.
Die Verwendung von Lichtleitern zur Ankopplung an die Prüflinge erlaubt es, das eigentliche Gerät räumlich vom Testbereich zu trennen. Bei den geringen mechanischen Abmessungen des Moduls ergibt sich so ein hohes Maß an Flexibilität. Das erlaubt in vielen Fällen auch ein nachträgliches Um- bzw. Aufrüsten bereits bestehender Anlagen.
Zum Lieferumfang gehört das Softwaretool für die Parametrierung und eine detaillierte Schnittstellenbeschreibung der seriellen Schnittstelle. Hierin sind alle Befehle aufgeführt und beschrieben, mit deren Hilfe die reinen Sensorwerte aufgenommen und mit eigener Software ausgewertet werden können. Oftmals wird dies bei höheren Anforderungen für Produktverfolgung erforderlich.
Die elektrische Verbindung ist kompatibel mit dem MELOT System.
| VE0006-232 | Schnittstelle RS 232C und Digital I/O |
| VE0006-485 | Schnittstelle RS 485 und Digital I/O |
Für vollständige Informationen stehen Ihnen Downloads auf unserer Homepage zur Verfügung.